Das Märchen von der Bürgerbeteiligung

„Der demografische Wandel wird auch bei uns in Everswinkel stattfinden, ob wir das wollen oder nicht. Wir werden weniger, älter und – je nach Zuwanderung – bunter.“ Mit dieser Aussage wies der damalige Bürgermeister Ludger Banken bereits 2005 auf gravierende veränderte gesellschaftliche Rahmenbedingungen hin.[1]

Tatsächlich ist die natürliche Bevölkerungsentwicklung durch steigende Sterberaten und nach wie vor zu geringe Geburtenraten rückläufig. Weniger Zuzüge und mehr Fortzüge bestätigen den längst eingetretenen Wandel. Lediglich durch die Zuweisung von über 250 Flüchtlingen ist die Bevölkerungszahl seit 15 Jahren fast unverändert geblieben. Für eine nahezu konstante Bevölkerung wurden in diesem Zeitraum 893 zusätzliche Wohnungen errichtet[2]. Das Märchen von der Bürgerbeteiligung weiterlesen

Bergkamp III: Mehr Wohnungen für immer weniger Einwohner

Die natürliche Bevölkerung der Gemeinde Everswinkel wird sich bis zum Jahr 2040 um  mehr als 200 Einwohner verringern. Das ist das Ergebnis der aktuellen Bevölkerungsprognose des Statistischen Landesamtes Nordrhein-Westfalen. [1] Auch eine eigens von der Verwaltung in Auftrag gegebene Studie kommt zu dem Fazit, dass Wanderungsverluste und Sterbeüberschüsse zu einem langfristigen Rückgang der Everswinkeler Bevölkerung führen. [2]

Vor diesem Hintergrund kann der Versuch der Gemeinde Everswinkel, die Notwendigkeit des Baugebietes „Bergkamp III“ mit zukünftig steigenden Einwohnerzahlen zu begründen,  nur als schulbuchreifes Beispiel für eine Irreführung der Öffentlichkeit bezeichnet werden. Gleichzeitig wird deutlich, dass weder der Bürgermeister, noch die kommunalpolitischen Vertreter bereit sind, sich ernsthaft mit den Folgen des demografischen Wandels auseinanderzusetzen. Bergkamp III: Mehr Wohnungen für immer weniger Einwohner weiterlesen

Lebensqualität erhalten – auch in Everswinkel

Vordringliche Aufgabe des Bürgermeisters und der Kommunalpolitiker ist es, durch zielorientierte Bemühungen die Wohn- und Lebensqualität der in der Gemeinde lebenden Bürger zu erhalten bzw. zu verbessern. Vor Ort, in der Gemeinde, wird die Grundlage geschaffen für ein Leben in einer intakten Umwelt und in einem sozialen Miteinander. Dabei hat die Kommunalpolitik das Miteinander der Bürger von heute zu gestalten und zugleich den Grundstein für morgen und übermorgen zu legen.

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Everswinkeler Landwirte fordern sofortiges Umdenken

„Brauchen wir wirklich immer neue Baugebiete? Soll sich eine Gemeinde wie Everswinkel wirklich zur Schlafstadt von Münster degradieren? Ist größer immer besser oder schaffen wir uns und unseren Nachkommen nur kaum lösbare Probleme?“[1]

Die Everswinkeler Landwirte haben auf diese Fragen eine eindeutige Antwort: Sie fordern vom Bürgermeister und den Kommunalpolitkern ein sofortiges Umdenken in Sachen gemeindlicher Baulandpolitik. Eine Abkehr vom Zeitgeist der 80er Jahre, dem die örtlichen Politiker offenbar immer noch folgen, da sie schlicht Größe mit Erfolg verwechseln, sei zwingend erforderlich.[2]

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Haushalt Everswinkel: Offensive für mehr Naturzerstörung

„Unsere Kinder sollen es mal schlechter haben als wir!“ Dieses Motto steht unausgesprochen über dem von der Mehrheit der Everswinkeler Kommunalpolitiker verabschiedeten Haushaltsplan für das Jahr 2020. Der Haushalt und die mittelfristige Finanzplanung sehen für die kommenden vier Jahre erneut mehr Ausgaben als Einnahmen vor.[1] Durch die Einplanung von erheblichen finanziellen Mitteln für den Ankauf von Flächen, die der Bebauung vorwiegend mit Einfamilienhäusern dienen sollen, wird nicht nur das seit Jahren bestehende Finanzdesaster verschärft, sondern eine weitere Offensive für mehr Naturzerstörung gestartet.

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Flächenverbrauch in Everswinkel

Der NABU veröffentlichte in seiner 32. Ausgabe der Zeitschrift „Naturzeit im Münsterland“ einen Artikel von Alfred Wolk zur Weigerung der Gemeinde Everswinkel, den Ökoausgleich für das Baugebiet „Königskamp III“ durchzuführen. [1] Flächenverbrauch in Everswinkel weiterlesen

„Königskamp III“: Ökoausgleich verweigert

Wer die Landschaft zu seinen Gunsten verändert, muss einen ökologischen Ausgleich schaffen und der Natur an anderer Stelle helfen. Wer Lebensraum z. B. durch die Ausweisung eines Baugebietes im bisher unbesiedelten Freiraum zerstört oder versiegelt, muss durch sogenannte Kompensationsmaßnahmen an anderer Stelle dafür sorgen, dass ein Gewinn für die Natur entsteht. Das ist ein Grundprinzip des Deutschen Naturschutzrechts.

Dieses Prinzip gilt auch für die Gemeinde Everswinkel.

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