Entscheidung für größtmögliches Potential: „Königskamp“

Fläche für mögliches neues Baugebiet in Alverskirchen gefunden

In der Sitzung des Bezirksausschusses Alverskirchen am 20.11.2008 wurde über den Tagesordnungspunkt „Neue Wohnbauflächen in Alverskirchen“ beraten. Die Verwaltung hatte den Kommunalpolitikern vier „Suchräume“ in der Größenordnung von 20 bis 60 Grundstücken zur „Auswahl“ präsentiert.

In der Verwaltungsvorlage wurden folgende Eckdaten genannt:

Südlich Vinckenweg, 2,5 ha, ca. 30 Grundstücke
Südlich Rottkamp, 1,7 ha, ca. 20 Grundstücke
Südlich Schulze Wemhove, 1,9 ha, ca. 20 Grundstücke,
Nordwestlich Wiemstraße, 4,8 ha, insgesamt ca. 60 Grundstücke

Der Bezirksausschuss sprach sich für die Fläche mit dem größtmöglichen Potential aus.

„Westfälische Nachrichten“ vom 22.11.2008: „Land in Sicht“
Zitat:
Nördlich der Wiemstraße, eingerahmt von L 811 und Berdelstraße, könnte eine Fläche von 4,8 Hektar das nächste Baugebiet von Alverskirchen werden. Rund 60 bis 70 Grundstücke ließen sich daraus „schneidern“, wobei laut Bürgermeister in einem ersten Schritt „höchstens 30 bis 40 Grundstücke“ seitens der Bezirksregierung genehmigt würden. Denn: Alverskirchen darf aufgrund seiner Größe nur aus sich selbst heraus wachsen; sprich der Grundstücksbedarf muss in erster Linie aus der örtlichen Nachfrage resultieren.
Am Bedarf besteht offenkundig kein Zweifel, wie Kämmerin Christiane Bürgin bestätigte.

Kommentar: Zwar findet sich auch hier erneut der Hinweis, dass zusätzliche Siedlungsfläche nur für den ortsansässigen Bedarf ausgewiesen werden darf. Verwaltung und Kommunalpolitikern ist also sehr wohl bewusst, dass im Eigenentwicklungsortsteil Alverskirchen die besonderen Bestimmungen zum Freiraumschutz des Landesentwicklungsplans NRW und des Regionalplans Münsterland einzuhalten sind. Die Verwaltung nimmt an dieser Stelle bereits eine eigene „Interpretation“ der unmissverständlichen Bestimmungen der Raumordnungspläne vor. Aus der eindeutigen Intention „ausschließlich für den ortsanasässigen Bedarf“ macht die Gemeinde Everswinkel „in erster Linie aus der örtlichen Nachfrage“. Hier wird nach dem Motto verfahren: Wir machen das so, wie wir das wollen!