Leichtfertiger Umgang mit unseren Steuergeldern

Leserbrief von Hanns Trainer in den Westfälischen Nachrichten vom 29. Oktober 2013.

Die Verleumdungen, Beschimpfungen und kriminellen Handlungen gegen den Kläger Alfred Wolk stellt Hanns Trainer in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Darüber hinaus prangert er den leichtfertigen Umgang mit Steuergeldern durch das rechtswidrige Verhalten des Bürgermeisters an.

 

Nun ist ein Urteil von einem unabhängigen Gericht gesprochen worden mit der Folge, dass im Königskamp nicht gebaut werden kann. Und wieder kriegt Herr Wolk den Schwarzen Peter zugeschoben. Ist das gerecht? Sicht nicht! Dass Herr Wolk Klage eingereicht hat, eine Unverschämtheit? Dass ihm das Gericht Recht gegeben hat, ein Skandal?

Ich kann Herrn Wok nur bewundern für den Mut, der aufgebracht hat, sich gegen die Mehrheitsmeinung zu stellen. Was an Verleumdungen und Beschimpfungen in der letzten Zeit auf ihn eingeprasselt ist, hat das erträgliche Maß weit überschritten (sieh Herr Dr. Eggersmann, Herr Schwarthoff und viele andere, auch jetzt noch nach Prozessende, wo teilweise die kriminelle Schwelle überschritten wird). Auch vom Redakteur der WN hätte man sich mehr Objektivität ins seiner Berichterstattung gewünscht.

Aber der eigentliche Skandal ist das Verhalten von Bürgermeister Banken. Er ist es doch gewesen, der selbstherrlich mit der Erschließung des Baugebietes begonnen hat, obwohl ein Prozess anhängig und noch kein Urteil gesprochen war. Welche Notwendigkeit gab es, im August 2011 mit der Erschließung zu beginnen, obwohl im Januar 2011 bereits Klage eingereicht worden war. (Hier sagt Herr Mackenbrock die Unwahrheit – unwissentlich?). Damit hat der Bürgermeister Hoffnungen bei den Bauwilligen geweckt und unsere Steuergelder leichtfertig aufs Spiel gesetzt.

Dieses Verhalten war nicht mutig, sondern – gelinde gesagt – übermütig, besser gesagt, unverantwortlich. Bezeichnend war auch seine Antwort die Frage von Herrn Börding in der Ratssitzung im Februar dieses Jahres, wer denn die 1,5 Millionen zu zahlen hätte, wenn der Prozess doch noch verloren ginge. Die nicht nur auf mich arrogant wirkende Antwort war: „Die Bürger“.

Wer so leichtfertig mit unseren Steuergeldern umgeht, kann nicht Bürgermeister unserer Gemeinde sein. Deshalb: Treten Sie zurück, Herr Bürgermeister!